Balthasar

Aufenthalt und Mehrzweck
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  • fub presents: Do 21. Januar. RALF RUCKUS: Soziale Revolten in China: Die Kämpfe der Migrant_innen verändern die »Fabrik der Welt«

    Geschrieben am 21. Januar 2015 the_office Keine Kommentare

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    China steht im Zentrum vieler Produktionsketten und ist mittlerweile die weltweit zweitgrößte Wirtschaftsmacht. In den letzten Jahren ist die im Zuge der rasanten Industrialisierung entstandene migrantische Arbeiter_innenklasse kämpferischer geworden – begünstigt durch Arbeitskräfteknappheit und motiviert durch den Wunsch, die eigenen Lebensbedingungen zu verbessern. Ihre Streiks, Straßenblockaden und Riots setzen das in- und ausländische Kapital ebenso unter Druck wie die herrschende Kommunistische Partei. Im Zuge von Wanderung, Proletarisierung und Kampf wächst die proletarische Veränderungsmacht und eröffnet eine Perspektive sozialer Umwälzung.

    Ralf Ruckus untersucht Klassenzusammensetzung und Geschlechterverhältnisse in China. Er schreibt und übersetzt u. a. für www.gongchao.org. Zuletzt wirkte er an den Veröffentlichungen »iSlaves. Ausbeutung und Widerstand in Chinas Foxconn-Fabriken« (2013) und »Streiks im Perlflussdelta. ArbeiterInnenwiderstand in Chinas Weltmarktfabriken« (2014) mit.

    Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
    (zwischen Schranne und Kaulberg)
    Beginn: 20:00
    Eintritt: frei

  • fub presents: KATRIN RACKERSEDER Zur Exklusion von Geflüchteten als Nicht-bürger_innen und ihre Konsequenzen für die Soziale Arbeit

    Geschrieben am 6. Januar 2015 the_office Keine Kommentare

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    Der soziale Ausschluss von Geflüchteten bedeutet ihren »bürgerlichen Tod«, soziale Isolation sowie eine Situation der Rechts- und Rollenlosigkeit. Der Vortrag wird zunächst auf den Begriff der Exklusion eingehen, wie er in der aktivierenden Sozialpolitik verwendet wird, die ihre Hauptaufgabe in der Aufrechterhaltung individueller Beschäftigungsfähigkeit sieht. Ihm soll ein kritischer Exklusionsbegriff entgegengesetzt werden. Um die Rolle der Staatsbürgerschaft für den gesellschaftlichen Ausschluss von Geflüchteten erläutern zu können, muss jedoch auch über den theoretischen Ursprung von Staatsbürgerrechten sowie die konkrete Staatsbürgerschaftspraxis in Deutschland gesprochen werden. Die diskriminierende Behandlung von Asylsuchenden, die sich bei den Protesten der letzten Jahre selbst als »Non-Citizens« bezeichnet haben, kann mit Goffmans Konzept der »totalen Institution« kritisiert werden, das eine umfassende staatliche Kontrolle charakterisiert. Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei alldem? Kann sie sich von dem Widerspruch befreien, der sich aus ihren staatlich vorgegebenen Zielen und ihrer „Menschenrechtsprofession“ ergibt?

    Katrin Rackerseder hat gerade ihr Diplomstudium in Pädagogik abgeschlossen, um jetzt mit halbem Vollgas in die sozialpädagogische Praxis zu starten. Die verbleibende Energie will sie in Klettern und die Textarbeit mit anderen stecken.

    Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
    (zwischen Schranne und Kaulberg)
    Beginn: 20:00
    Eintritt: frei

  • fub presents: Do&Fr 18./19. Dezember 2014. Ein fub-doppelspezial: Chris Wilpert²/Frankt Apunkt Schneider. Wundkanal&Bug Report

    Geschrieben am 16. Dezember 2014 the_office Keine Kommentare

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    Donnerstag, 18.12.2014

    CHRIS W. WILPERT:

    »Wundkanal« und »Notre Nazi«: Die Nachgeschichte der Shoah in der Bundesrepublik in den Filmen Thomas Harlans

    In Thomas Harlans Film »Wundkanal« spielt der verurteilte Massenmörder Alfred Filbert sich selbst: einen Massenmörder, der von unbenannten und unsichtbar bleibenden Terrorist_innen (offensichtlich Erb_innen von Baader und Meinhof) entführt wird. Die Kamera kreist um den Protagonisten, der schließlich sich selbst verhört. Nicht umsonst geriet »Wundkanal« – gemeinsam mit dem »Gegenfilm« »Notre Nazi«, der die Dreharbeiten zu »Wundkanal« dokumentiert – sowohl bei der Aufführung auf den Filmfestspielen von Venedig 1984 als auch auf der Berlinale 1985 zum Eklat. Jenseits der problematischen Parallelisierung von Auschwitz und Stammheim zeigen beide Filme Wunden der bundesrepublikanischen Erinnerungskultur und -politik auf: die Kontinuität der Herrschaft von NS-Täter_innen in der BRD und ihre weitgehende Straffreiheit. Zudem lassen sie sich heute nicht nur als historische Dokumente bzw. bloße Artefakte betrachten, weil sie auf Lücken in der Vergangenheitsaufarbeitung hinweisen und mittels der Kunst einen anderen Umgang mit Geschichte anbieten.

     

    Chris W. Wilpert lebt, wohnt, arbeitet, studiert, liest, schlürft gerne Latte Macchiato mit Sojamilch, promoviert über das »Erzählen von Geschichte in Thomas Harlans Prosa« und ist Mitherausgeber*in der testcard. Zuletzt hat er in der freien uni bamberg über die Rezeption von Walter Benjamin gesprochen.

    Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1

    (zwischen Schranne und Kaulberg)

    Beginn: 20:00

    Eintritt: frei

     

    Freitag, 19.12.2014

    CHRIS W. WILPERT/

    FRANK APUNKT SCHNEIDER:

    Bug Report. Digital war besser!

    Vorstellung der testcard #24

    Nach dem hundertsten Leitartikel über das Verschwinden des Privaten und dem x-ten Profilbild, das durch das Gesicht von Edward Snowden ersetzt wurde, macht nun auch noch die testcard eine Ausgabe über Digitalisierung, Computer, Netze und das alles?! Wo uns die FAZ doch beinahe täglich Artikel bringt, die früher nur per Mailingliste in einem handverlesenen Kreis netzaffiner Theorieproduzent_innen zirkuliert wären. Wozu also gerade jetzt eine testcard zum Thema, auf Papier und gemacht von alten Männern, die sich noch immer jener Pop-Industrie verbunden fühlen, der die Digitalisierung doch endlich den verdienten Garaus gemacht hat? Aber was ist im Netz eigentlich Basis, was der Überbau, und wie verhalten sie sich zueinander? Sinnvoll über Digitalisierung zu sprechen, fällt nicht zuletzt deshalb so schwer, weil Technologie nie ohne jene polit-ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen zu verstehen ist, die sie reproduziert. Ob und unter welchen Bedingungen ein anderes Onlinesein möglich wäre, wissen die testcard-Redakteur_innen Chris W. Wilpert und Frank Apunkt Schneider auch nicht so recht, was sie aber nicht davon abhält, in entspannter vorweihnachtlicher Atmosphäre durch die aktuelle Ausgabe zu führen und dazu Plätzchen, Ton- und Bildbeispiele sowie handverlesene Nebenwidersprüche zu reichen.

     

    testcard ist vielleicht nicht die beste, dafür aber die einzige deutsche Anthologie zu Popgeschichte und Poptheorie und erscheint seit 1995 im Ventil Verlag.

    Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1

    (zwischen Schranne und Kaulberg)

    Beginn: 20:00

    Eintritt: frei

  • fub presents: Do+Fr 27./28. November 2014. Ein fub-Doppelspezial: Reproduktion&Pop / Propaganda&Cartoons

    Geschrieben am 24. November 2014 the_office Keine Kommentare

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    Donnerstag, 27.11.2014

    ANNIKA MECKLENBRAUCK/LUKAS BÖCKMANN: The Mamas and the Papas:  Reproduktion und Pop. Ein kleiner Zwist.

    Wer die Verantwortung für ein unmündiges, sowohl geistig als auch körperlich völlig ausgeliefertes Wesen zu übernehmen bereit ist, wird in den meisten Fällen sein bisheriges Leben erheblich umstellen müssen. Das bringt gemischte Gefühle mit sich, wird man/frau doch von allen Seiten her beständig mit Schaumworten wie »Flexibilität«, »Unabhängigkeit« und der völlig gegenstandslosen »individuellen Freiheit« eingerieben. Sich – gerade während der ersten Jahre – in die selbstgewählte Abhängigkeit vom Kind und möglicherweise weiteren Elternteilen zu begeben, die dem Druck der marktwirtschaftlichen Verwertung mühsam abgerungene Freizeit nicht mehr der Muße, Zerstreuung oder nächtlichen Eskapaden zu widmen, sondern der Reproduktionsarbeit, mag manches Mal erscheinen, als fräße das Kind eine_n auf. Über Fressen und Gefressenwerden streiten Annika Mecklenbrauck und Lukas Böckmann, die Herausgeber_innen des Sammelbandes »The Mamas and the Papas. Reproduktion, Pop und widerspenstige Verhältnisse«.

    Annika Mecklenbrauck hat Ethnologie, Indologie und Naturschutz in Göttingen studiert. Zurzeit arbeitet sie beim B.U.N.D. Lukas Böckmann ist gelernter Romanist, ungelernter Redakteur und hin und wieder als freier Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig. Mit ihrem gemeinsamen Kind leben sie in Leipzig.

    Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
    (zwischen Schranne und Kaulberg)
    Beginn: 20:00
    Eintritt: frei

    Freitag, 28.11.2014

    MARCEL FRANZE:Propaganda in Zeichentrickserien am Beispiel von Popeye und Käpt’n Balu

    Der Vortrag basiert auf einer qualitativen Analyse, die ich im Rahmen einer Facharbeit durchgeführt habe. In ihr wird die Darstellung von Propaganda in je zwei Folgen zweier Zeichentrickserien untersucht: »You’re a Sap, Mr. Jap« aus der Reihe Popeye the Sailor (1942) und die Episode »Flying Dupes« aus Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew (im Original: Tale Spin; 1991). Im Zentrum steht die Fragestellung, ob und in welcher Weise Propaganda in den beiden Episoden dargestellt wird und inwieweit der Propagandabegriff, wie er in der einschlägigen Fachliteratur definiert wird, hinreichend für die Untersuchungsobjekte ist. Des Weiteren werden Analogien und Divergenzen der beiden Episoden eruiert und in Bezug zu ihrer Entstehungszeit gesetzt, um damit Entwicklungen der Propaganda im Zeichentrick aufzuzeigen.

    Marcel Franze studiert zurzeit in Bamberg Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft.

    Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
    (zwischen Schranne und Kaulberg)
    Beginn: 20:00
    Eintritt: frei

    fub
  • Vortrag heute mit Susann Arndt entfällt wegen Krankheit

    Geschrieben am 20. November 2014 the_office Keine Kommentare

    Der Titel sagt eigentlich alles. Wir wünschen ihr natürlich gute besserung und freuen uns einfach auf nächste Woche in der es gleich zwei Vorträge geben wird.