Aufenthalt und Mehrzweck
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  • 18.Juni 2009 – Frauenhandel – auch jenseits von Zwangsprostitution

    Frauenhandel ist vor allem im Zuge der Fußball Welt- und Europameisterschaften 2006 und 2008 in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt.
    Der Begriff Frauenhandel wird oft als Synonym für Zwangsprostitution verstanden oder zumindest häufig damit assoziiert. Umschreibungen wie, die „Ware Frau“ und die der „modernen Sklaverei“, vermitteln, dass es sich dabei um ein unmenschliches, unmoralisches Verbrechen handelt.
    Dass Frauenhandel eine Verletzung von Menschenrechten und die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft darstellt, die nicht nur im Rotlichtmilieu stattfindet, gerät dabei aus dem Blickfeld. So sind es auch häufig Privathaushalte, in denen Migrantinnen illegal beschäftigt und von Frauenhandel betroffen werden. Private wie strukturelle Zusammenhänge bringen vor allem Frauen in die Lage, sich auf risikoreiche Strategien zur Migration einzulassen. Deshalb stellen stärkere Restriktionen von Migration und Prostitution keine Problemlösung dar sondern sind Teil des Problems. Dies gilt es zu thematisieren und zu diskutieren.

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