Balthasar
Aufenthalt und Mehrzweck-
Noch zwei mal fub!
Geschrieben am 6. Februar 2012 Keine KommentareKommende Woche beschließen wir das Wintersemester der freien uni mit zwei Veranstaltungen, weiter geht es dann im Somnmersemester, das Sommer-Programm wird in den nächsten Wochen ausgeknobelt – falls also jemand Wünsche, Vorschläge oder Anregungen hat oder selbst was vortragen will – einfach eine kurze Email an freieunibamberg(at)googlemail.com schreiben.
Donnerstag, 09.02.2012
JONAS ENGELMANN: riot girrrl
Revolution Girl Style Now!
Kleine Anmerkung: Ursprünglich hätte ja Katja Peglow referieren sollen, da sie aber krankheitsbedingt ausfällt, wird Jonas Engelmann, mit dem sie das Buch, auf dem Vortrag basiert, herausgegeben hat, für sie einspringen – Jonas hat letztes Semester ja schon über die Comics von Art Spiegelmann und einen Tag später im Morphclub über Emo-Kultur gesprochen
(Info s. unten)
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei
Und
Freitag, 10.02.2012
ANDREAS RAUSCHER: Das Phänomen »Star Trek«
Lesung mit Videobeispielen
(Info s. unten)
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei
INFO JONAS ENGELMANN: riot girrrl
Revolution Girl Style Now!
20 Jahre Riot Grrrl! 1990 gründeten sich Bikini Kill und Heavens to Betsy, aus denen später Sleater-Kinney hervorgingen. Damals hätte wohl keine der Beteiligten geahnt, dass 20 Jahre später eine Frau zum Superstar avancieren würde, die sich auf eben diese Bands beruft: Es gibt kaum einen Musikpreis, den Beth Ditto mit ihrer Band The Gossip in den letzten Jahren nicht bekommen hätte, kaum eine Musikzeitschrift, auf deren Cover sie nicht abgebildet war. Höchste Zeit, also zurückzublicken und das Standardwerk zur Geschichte dieser Bewegung dem deutschen Publikum zugänglich zu machen: »Riot Grrrl!« erzählt die Entwicklung aus der Perspektive von Frauen, die in ihrer Wut auf den Sexismus der Punkszene und die gesellschaftlich vorgegebenen weiblichen Rollenmuster kurzerhand ihre eigene Szene gründeten – unter dem Schlachtruf: »Revolution Girl Style Now!«.
Jonas Engelmann promoviert über Rassismus, Krankheit und Religion im Comic, arbeitet beim Ventil Verlag und für die testcard.
INFO: ANDREAS RAUSCHER: Das Phänomen »Star Trek«
Lesung mit Videobeispielen
»Star Trek« hat wie keine andere Serie bereits mehrere Generationen in ihren Bann gezogen. Aber nicht nur das: Sie selbst ist ein Stück Zeitgeschichte, in dem sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eines halben Jahrhunderts widerspiegeln. Der Vortrag spürt dem medialen Phänomen »Star Trek« nach und liefert eine ausführliche Analyse der Teilserien sowie der Kinofilme.
Andreas Rauscher hat Filmwissenschaft, Amerikanistik und Philosophie studiert. Er ist Lehrbeauftragter für Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, schreibt regelmäßig für Testcard, Splatting Image und Screenshot – Texte zum Film und ist Mitherausgeber von »Subversion zur Prime Time – Die Simpsons und die Mythen der Gesellschaft« (2001).
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Donnerstag, 02.02.2012 MICHAEL HEINRICH: Workshop und Vortrag
Geschrieben am 31. Januar 2012 Keine KommentareDass die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie nach wie vor aktuell ist, haben nicht zuletzt die Krisenprozesse der letzten Jahre deutlich gemacht. Allerdings ist diese Ökonomiekritik ein in wesentlichen Bereichen unabgeschlossenes Unterfangen geblieben. Einerseits konnte Marx seine für das »Kapital« geplanten Analysen nicht zu Ende führen, andererseits weisen Grundkategorien wie »Wert«, »abstrakte Arbeit« und »Geld« Ambivalenzen auf, die zu einer Vielzahl unterschiedlicher »marxistischer« Auffassungen geführt haben. Um mit der Marxschen Ökonomiekritik arbeiten zu können, anstatt ihre Gültigkeit bloß zu behaupten, müssen sowohl diese Ambivalenzen als auch der fragmentarische Charakter der Marxschen Analysen bewusst sein. Der Workshop soll eine Einführung in diese Thematiken geben. Die Teilnehmer_innen sollten über Grundkenntnisse der Marxschen Analyse von Ware, Geld und Kapital verfügen.
Ort: Universität Bamberg, Raum U2/25
vorherige Anmeldung unter: freieunibamberg@googlemail.com
Beginn: 15–18 Uhr
Teilnahme: freiMICHAEL HEINRICH:
Kapitalismus, Krise und Kritik
Vortrag und Diskussion
Während der »Asien-« (1997/98) und der »Argentinienkrise« (2001/2002) konnte sich Deutschland noch damit beruhigen, dass sich alles weit weg und unter gänzlich anderen politischen und ökonomischen Bedingungen abspielte. Spätestens mit der »Finanz-« (2008/2010) und der aktuellen »Eurokrise« wird auch hierzulande klar, dass Kapitalismus ohne schwere Krisen nicht zu haben ist. Die herrschenden Wirtschaftstheorien stehen dieser Situation hilflos gegenüber: In der neoklassischen sind Krisen gar nicht vorgesehen; Keynesianer_innen wissen zwar, dass es sie gibt, glauben aber fest daran, sie durch richtige Wirtschaftspolitik vermeiden zu können. Lediglich Marx stellte den Zusammenhang von Kapitalismus und Krise ins Zentrum seiner Untersuchungen – kein Wunder also, dass sich die Menschen seit einigen Jahren wieder verstärkt für sie interessieren. Nicht nur um die Marxsche Analyse des Kapitalismus, sondern auch um die damit verbundene Kapitalismuskritik – die etwas anderes ist, als die inzwischen modisch gewordene Kapitalist_innen- und Spekulant_innen-Schelte – soll es gehen.Michael Heinrich ist Redakteur bei PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Entwicklung der Marxschen Theorie, die Geschichte der politischen Ökonomie und die Analyse des gegenwärtigen Kapitalismus. Letzte Buchveröffentlichungen: »Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition«, »Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung«, »Kapital und Kritik. Nach der neuen Marx-Lektüre« (zusammen mit Werner Bonefeld).
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei -
Donnerstag, 26.01.2012 THOMAS GREIF: »Die deutscheste aller Landschaften« … Franken und der Nationalsozialismus
Geschrieben am 23. Januar 2012 Keine KommentareHitlers bekanntes Wort von der »deutschesten aller Landschaften« ist Ausgangspunkt für eine landeshistorische Betrachtung Frankens in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Vortrag skizziert in zwei Schwerpunkten die herausragende Bedeutung Frankens für den Aufstieg der NSDAP in der Weimarer Republik und erläutert ausführlich die ideologische Wertschätzung, die Franken im Weltbild von Hitler, Streicher & Co. besaß. Die Zuhörer_innen begegnen braunen Protagonist_innen aus Franken, die es zu internationaler oder wenigstens regionaler Berühmtheit gebracht haben, und lernen die zentralen Stätten und Ereignisse des Geschehens kennen – vom Reichsparteitag in Nürnberg bis zum reichsweit ersten »Denkmal der Bewegung« in Gunzenhausen.
Dr. phil. Thomas Greif, Jahrgang 1968, ist Redakteur beim Evangelischen Sonntagsblatt (Nürnberg) und forscht zu Themen der regionalen Zeitgeschichte, u. a. »SS-Standort Waischenfeld – Ahnenerbe und Hilfswerklager« (2000), »Forchheimer Stadtgeschichte in der Weimarer Zeit und im Nationalsozialismus« (2004), »Aufstieg der NSDAP im Bezirk Forchheim« (2006).
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Donnerstag, 19.01.2012 Karl Pfeifer: Ungarn auf dem Weg zur Autokratie?
Geschrieben am 19. Januar 2012 Keine KommentareSeit mehr als einem Jahr regiert in Ungarn eine Koalition aus dem nationalistischen und zum Teil völkischen »Ungarischen Bürgerbund« (Fidesz) und der klerikalen »Christlich-Demokratischen Volkspartei« (KDNP). Diese Koalition, die über eine Zweidrittelmehrheit im Parlament verfügt, hat im April 2011 die Verfassung geändert. In den Medien wird nicht nur über das neue skandalöse Medienrecht berichtet, sondern auch über die national-sozialistische »Bewegung für ein (besseres) rechteres Ungarn« (Jobbik) und das Unwesen, das die mit ihr verbundenen paramilitärischen Garden treiben, die von der Regierung geduldet werden. Wie konnte es soweit kommen? Was ändert sich in Ungarn? Wie gelangt Antisemitismus und Antiziganismus in regierungsnahe Medien? Und: Welche Kräfte leisten Widerstand?
Karl Pfeifer (83) lebt als Journalist und Autor in Wien, seine Beiträge erscheinen unter anderem in der Budapester Wochenzeitung Hetek, der Jungle World und der Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung.Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei -
Fällt aus: 13.01 GÜNTHER FRIESINGER Stadtguerilla
Geschrieben am 13. Januar 2012 Keine KommentareDer Referent ist erkrankt. Wir probieren es nächstes noch einmal.



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